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Moringa, der „Wunderbaum“ Moringa, der „Wunderbaum“ Erschienen in: news-age Heft 03-2009, (Seite 52-53)

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Moringa, der „Wunderbaum“

Gehirn und Knochen, Nerven und Stoffwechsel können mit den Blättern des „Meerrettich-Baumes“, Moringa olifeira, reguliert werden. Jetzt wurde die alte ayurvedische Heilpflanze als ideale Nahrungsergänzung wiederentdeckt

Von Ulrich Arndt

Meerrettich-Baumes“, Moringa olifeiraÜber 300 Erkrankungen von Schwächezuständen und hohem Blutdruck bis Osteoporose und Diabetes können mit dem „Wunderbaum“ behandelt werden. In der ayurvedischen Medizin ist seine Heilkraft schon seit Jahrtausenden bekannt. Seine Blätter sind ein natürliches, außergewöhnlich vielseitiges Multi-Vitamin und –Mineralstoffkonzentrat, seine Samen befreien Wasser von Bakterien und Viren und liefern ein kosmetisches Öl und die Früchte sind Bestandteil von Curry-Mischungen: „Moringa olifeira“ heißt der Baum, der wegen seiner vielfältigen Wirksamkeit auch „Wunderbaum“ genannt wird. Je nach Region ist er auch als Meerrettichbaum, Trommelstockbaum und Behenbaum bekannt.
Ursprünglich stammt der Baum aus der Himalya-Region in Nordwestindien, jedoch wächst er heute weltweit in den tropischen und subtropischen Regionen der Erde in Afrika, Arabien, Südostasiens und den karibischen Inseln. Seit Jahrzehnten wird er in der indischen Bangalore-Region kultiviert. In Ostafrika gibt es ebenfalls erste Anpflanzungen, wo er insbesondere als natürliches Heilmittel im Kampf gegen Unter- und Fehlernährung genutzt. In den Blättern des Moringa-Baumes sind nämlich sämtliche lebenswichtige Aminosäuren und Fettsäuren enthalten sowie eine große Bandbreite an Vitaminen und Mineralstoffen. Da der Baum gerade in jenen Ländern der Erde gut wächst, in denen oft auch der Hunger groß ist, kann seine gezielte Nutzung Mangelzustände lindern helfen. So berichten Mitarbeiter von „terre de hommes“, dass Kinder eines Projektes in Zimbabwe durch nur drei Esslöffel Moringapulver pro Woche deutlich gekräftigt wurden. Zugleich bietet der Export des Blattpulvers als Nahrungsergänzung in den Westen den Dorfgemeinschaften neue Einkommensmöglichkeiten. Umso unverständlicher ist es, dass der Nutzen des Moringa-Baumes immer noch weitgehend unbekannt ist.

Ideale Nahrungsergänzung

Prof. Klaus Becker vom Tropenzentrum der Universität Hohenheim betont, „der Moringa-Baum ist außerordentlich hilfreich gegen ernährungsbedingte Krankheiten – sowohl bei Unterernährung als auch bei westlicher Fehl- und Mangelernährung – ein Phänomen unter den Nahrungs- und Heilpflanzen.“ So deckt schon die Menge von einem Esslöffel täglich den Tagesbedarf an wichtigen Spurenelementen wie Eisen zu 42%, Mangan zu 55%, Chrom zu über 100%, Bor zu 50% und bei Mineralstoffen wie Calcium zu 30% und Magnesium zu 15%. An Vitaminen enthält ein Esslöffel Moringa-Blattpulver (=15g) bei Vitmain B1 35% des Tagesbedarfs, bei B2 über 200%, B6 zirka 20%, B7 rund 46%, B9 (Folsäure) 39%, Vitamin E zu 120% und Beta Carotin zu 50%. Ebenso sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten, so etwa Leucin (30% des Tagesbedarfs), dessen Einnahme bei Schwäche, Müdigkeit und Stress empfohlen wird, Tyrosin (22% des Tagesbedarfs) und Tryptophan (26% des Tagesbedarfs), denen ein positiver Einfluss bei Schlafstörungen und negativen Stimmungen zugesagt wird und Threonin (36% des Tagesbedarfs), welches die Abwehrkräfte unterstützt.

Meerrettich-Baumes“, Moringa olifeira Moringa olifeira

Moringa enthält außerdem noch eine Vielzahl an anderen wichtigen Vitalstoffen wie etwa das Pflanzenhormon Zeatin, ein wichtiger Regulationsfaktor der Zellen und eine starke Antioxidantie und daher zellschützend und zellregenerierend. Zwar findet man Zeatin in vielen Pflanzen, jedoch meist nur in Mengen von unter einem Mikrogramm pro Gramm. Das Moringa-Blatt dagegen enthält mehr als das Hundertfache je Gramm.

Verkanntes Spurenelement Bor

Ähnlich außergewöhnlich ist der hohe Gehalt an Mangan, Chrom und an dem seltenen Bor in Moringa. Mangan ist unter anderem für gesunde Gelenke und Knochen wichtig und Chrom kommt im Stoffwechsel und bei Stressbelastung eine zentrale Bedeutung zu. Bor wurde bisher nicht zur Gruppe der lebenswichtigen Spurenelemente gerechnet, doch in den letzten Jahren wird seine Bedeutung immer mehr erkannt: Bor ist grundlegend für den Aufbau von Serin, einer Aminosäure, die in nahezu allen Proteinen des menschlichen Organismus enthalten ist. Bor spielt für den Calcium-, Magnesium und Phosphorhaushalt eine dominante Rolle und medizinisch wird erfolgreich bei Osteoporose eingesetzt. Es reduziert stressbedingte Oxidation, hemmt die Zellteilungsrate von Zellen ohne Differenzierung (wie Krebszellen) und ist dasjenige Spurenelement, was normalerweise im Gehirn am meisten zu finden ist. Fatalerweise wird es aber von Aluminium verdrängt: schon ein Aluminiummolekül verdrängt drei Bormoleküle. Aluminium aber kann die Nervenzellen beeinträchtigen, die Nieren schädigen und das Immunsystem schwächen. Auch bei Alzheimer wird ein Zusammenhang mit hohen Aluminiumkonzentrationen diskutiert. Heute ist bekannt, dass Bor allen Organismen als Neutronenfänger dient und an der Photonen- und Quantenübertragung der Zellen und damit auch an der Informationsübertragung im Gehirn beteiligt ist. Aurasichtige Personen konnten einen direkten Zusammenhang zwischen dem Borgehalt im Körper und der Intensität der Aura erkennen. Elementares Bor ist jedoch giftig, als Nahrungsergänzung eignen sich daher nur Pflanzen mit hohem Borgehalt – allen voran Moringa-Blätter, die mit 31 Milligramm je 100 Gramm den höchsten Gehalt besitzen. Größere Mengen an organischen Borverbindungen besitzen sonst nur Quitten (ca. 10mg je 100g), Mandeln (3,4mg) und Rote Beete (2,1mg je 100g).

Wasser-Reinigung mit Moringa

In der modernen Medizin werden heute Extrakte aus Moringa olifeira vor allem wegen ihrer ausgleichenden Wirkung auf das Nerven- und Hormonsystem und für die Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Jeder kann aber die erstaunliche Wirkkraft des Moringa-Baumes in Form von Blattpulver nutzen. Das Pulver kann in Suppen, Speisen und ins Müsli gestreut, als Tee getrunken oder in Form von Kapseln eingenommen werden. Als Tee hat Moringa einen Geschmack, der ein wenig an Brennnesseln erinnert; beim Einnehmen des Pulver wird die leichte Schärfe von den enthaltenen Senfölen deutlicher spürbar. Gerade dieser pikante Geschmack macht es als Würzzugabe in Speisen interessant.
Zu einem „Fernsehaufritt“ in der ARD („Die große Show der Naturwunder“ von Ranga Yogeshwar) brachte es die Moringa-Pflanze 2007 wegen einer ganz anderen verblüffenden Eigenschaft: Ein Zehntel Gramm der Moringa-Samen genügen, um ein Liter Wasser bakterienfrei zu machen. Eines der vielen „Wunder“, die dem Baum zu seinem Ehrentitel verhalfen.

Nähere Informationen:

Buch: Bruhns/Zgraggen: „Der Wunderbaum Moringa“, Hesper-Verlag, € 9,95, ISBN 978-3-9812259-1-4 „Der Wunderbaum Moringa“

Bildquellen: ©sanleaf; andre benedito/flickr

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„allesgesunde-Versand“, Otto-Raupp-Str. 5, 79312 Emmendingen, Tel: 07641-935698, Fax: 935699, E-Mail: info@allesgesunde.de, internet-shop: www.allesgesunde.de

 


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